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Wie wird man Pflegepapa bzw. Pflegefamilie? - Der Hausbesuch

Das Seminar war hinter uns gebracht, jetzt stand noch der Hausbesuch aus. Der erfolgt normalerweise bevor man das Seminar besucht, weil wir aber relativ kurzzeitig teilnehmen konnten und durften, musste der Hausbesuch noch nachgeholt werden.
Olivia war mächtig nervös, sie war ständig nur am putzen und aufräumen. Jedes kleinste Füsselschen oder Krümmelchen musste sofort von der Erdoberfläche getilgt werden. Ich glaube so chemisch rein war unser Haus bis dahin noch nie. Jedes Zimmer war tip top aufgeräumt, wenn ich sie gelassen hätte, hätte Olivia wahrscheinlich sogar noch die dreckige Wäsche in der Wäschetruhe im Badezimmer gefaltet.
Zu Besuch kam die gleiche nette Sachbearbeiterin vom Pflegekinderdienst mit der wir auch schon vorher unser Informationsgespräch geführt hatten. Wir hatten es uns bei Kaffee und Plätzchen im Wohnzimmer bequem gemacht. Wir sprachen zunächst über ganz alltägliche Dinge, dann wollte sie noch kurz mit jedem Kind einzeln sprechen um ein Gefühl dafür zu bekommen wie die Kinder denn zu unserem Plan stehen die Familie durch Pflegekinder noch ein bisschen zu vergrößern. Die kleine Elisabeth konnte gar nicht verstehen, dass die nette Frau vom Jugendamt nun gar nicht ihr Zimmer sehen wollte, sie hatte doch auch extra alles soooo ordentlich aufgeräumt.
Wirklich ansehen wollte sie sich nur das zukünftige Pflegekind-Zimmer und auf drängen von Elisabeth schaute sie sich dann auch noch ihr Kinderzimmer an. Wäre ja auch blöd gewesen wenn die Kleine extra so viel Mühe in die Zimmerordnung gesteckt hätte und es sich dann niemand anschaut.
Mit uns sprach sie dann noch mal über unser Profil und was wir uns vorstellen würden, was bei uns einziehen könnte.
Nach insgesamt etwa 1,5 Stunden war der so fürchterlich nervös erwartete Hausbesuch vorbei und wir waren nun geprüfte und zugelassene Pflegeeltern, nur halt erst mal noch ohne Pflegekind.
Die Nervosität und die ganze übertriebene Putzerei waren gar nicht nötig! Die Leute vom Pflegekinderdienst haben meist auch selbst Familie und dazu noch ihren Job, die wissen selbst wie es in einem Haushalt mit Kindern zugeht und wie es dabei manchmal ausschaut. Das sind alles auch ganz normale Menschen und wie ich später mal berichten werde, haben die auch ganz normale Kinder und auch ganz normale Probleme die ganz einfache Eltern wie Du und ich auch haben, da nutzt dann auch ein entsprechendes Studium nicht immer was. Also bitte keine Sorgen machen, den Haushalt in Ordnung zu haben schadet sicher nicht, aber übertreiben muss man wirklich nicht!

Jetzt hieß es warten auf den Anruf mit einem Vermittlungsvorschlag.

Davon demnächst wieder mehr.

Liebe Grüße

Euer John

4.11.16 11:59

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